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… da kaufe ich das erste mal in meinem Leben eine Serie auf DVD und was passiert? Sie wird mit eingebautem Cliffhanger geliefert – auf der letzten DVD sind fette Kratzer
. Jetzt muss ich wohl bis Dienstag warten, bevor ich die letzten zwei Folgen von „Geister“ gucken kann. *GRUMMEL*.

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Hier findet sich ein interessanter Artikel von Bernd Ulrich. Er betrachtet die politische Aufstellung der Piratenpartei und kritisiert sie. Die Kritik ist allerdings nicht auf die Agenda der Piraten gerichtet, sondern auf ihre politische Strategie. Ulrich ‘befürchtet’, dass die Piraten an ihren Fehlern scheitern – dass sie auf dem (seiner Ansicht nach schlecht gewählten) „Schlachtfeld“ der bekämpfung der kinderpornographie’motivierten’ Internetzensur und warum nur für die eigene Selbstbedienungsfreiheit und nicht für die Rechte Dritter gestritten wird. Er fordert eine Abgrenzung zu denen, die ein Netz der Gesetzlosen wollen.
Meiner Ansicht nach hat Ulrich das Wesen der Piratenpartei/-bewegung nicht begriffen.
- das Kinderpornografie-Nahe Schlachtfeld wurde nicht gewählt. Ein Großteil der Piraten wurde durch technisch und strukturell inakzeptable Gesetz in eine politische Haltung gedrängt. Die Schlacht wurde (raffinierter Weise) mit dem Kinderpornografie-Argument begonnen, wir haben keine Wahl das Zensurthema zu wählen. Es ist in der Natur von Zensur begründet, dass mit dem gesellschaftlich maximal geächteten Thema (mit Recht geächteten) begonnen wird.
- das Recht Inhalte zu klauen versuchen die Piraten nicht für sich selbst zu erkämpfen – es geht den meisten gar nicht um eine Abschaffung des Urheberrechts, sondern um eine Anpassung an digitale Gegebenheiten. Natürlich tritt die Partei hier häufig mit einer plakativen Maximalforderung an. Jeder technisch visierte Mensch ist in der Lage sich die geforderten ‘Rechte’ zu nehmen und kann technisch dafür verfolgbar zu werden. Recht und Praxis weisen in der Nähe zu digitalen Medien eine riesige Kluft auf – dies ist auch für das Rechtssystem ein Problem. Digitale Urheberrechtsverletzungen sind (zu adäquaten gesellschaftlichen Kosten) nicht zu verfolgen. Hier kämpfen die Piraten für dritte, die sich technisch eben nicht gegen ‘Un’recht verteidigen können.
Der Mangel an medialer Stromlinienförmigkeit begründet sich sicherlich in der Jugend der Partei, allerdings ist genau 2.0er Stil – We’re Beta.
Wir machen Fehler! (jeder von uns, immer wieder, weil wir zu jung, zu alt, zu uninformiert, zu müde sind, zu arrogant, zu schüchtern sind)
Wir wissen dass wir Fehler machen!
Wir korrigieren unsere Fehler!
Nennen wir es Agile Politik – es gibt ein Ziel, aber kein Pflichtenheft und niemanden der das MedialeBILD optimiert.
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So, ich bin jetzt Mitglied in der Piratenpartei – und fühle mich komisch.
Ob sich Parteienmitgliedschaften immer so anfühlen, oder ob das nur so ist, wenn man einer Mini-Partei mit sehr kurzem Programm, dafür aber viel Chaos und recht – nun sagen wir – heterogene Vorstellungen von Weltherrschaft, beitritt, weiß ich nicht.
Die Piraten werden momentan von vielen (aber bei weitem nicht allen) Seiten mehr oder weniger aggressiv angegangen. Ich will kurz meine Perspektive auf meine Mitgliedschaft und die PARTEI darstellen (ganz kurz):
- Die Piratenpartei interessiert mich nicht (ihre primären Anliegen tun es)
- Ich bin aus Protest eingetreten – ich benutze die Piratenpartei als Protestpartei (ob sie politisch direkt oder gesellschaftlich indirekt wirkt, ist mir egal).
- Die aktuellen Tendenzen (es sind schon deutlich mehr als Tendenzen) in der Gesetzgebung um geistiges ‘Eigentum’ und Sicherheitsinteressen herum sind inakzeptabel
- die Art und Weise wie die Diskussion um das Zensursulagesetz geführt wurde – ich hoffe inständig, es war ein Einzelfall im politischen Prozess, dass Argumente so konsequent ignoriert und überhört wurden – ansonsten wird’s hier in Deutschland nie schöner.
Wenn die CDU/FDP/Grüne/SPD ab morgen konsequent ordentliche Gesetzesvorschläge zu Urheberrecht, Patentrecht und Datenschutz macht und ernsthaft vermittelt, dass sie diese Umsetzen will und politisch die Möglichkeit bestände, würde ich sie wählen. Der Leidensdruck im erwähnten Gesetzesumfeld ist so groß, dass ich jedes mir legal zu Gebote stehende Mittel nutzen werde um die aktuellen Entwicklungen zu bekämpfen.
- Die Piratenpartei darf witzig und albern und sympatisch sein, sie soll Alternativen aufzeigen
- Der Name ist rockt
- Mein netzpolitisches Engagment wird dort seinen Platz finden, wo ich es für maximal Effizient halte.
- Ich will, dass (Netz)Realität und Gesetzgebung endlich wieder etwas miteinander zu tun haben. Ich möchte mich gesetzeskonform verhalten ohne mich dumm, unvernünftig und albern zu fühlen
… so. Das war’s. Jetzt habe ich wahrscheinlich meine Chancen als Bundespräsidentschaftskandidat aufgestellt zu werden versaut.
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… die Zeit bemüht sich um publizistische Persönlichkeitsspaltung – ich erwarte eine Entschuldigung
und Richtigstellung in der PRINTAUSGABE – und nicht irgendwo rechts
unten auf Seite 27. Das ist ja fast (leider nur fast) Verleumung.
Update:
sieht aus, als hätte wäre ich nicht der einzige gewesen, der der Zeit
geschrieben hat – sie haben eine nette Standardantwort:
Liebe Leserin, lieber Leser,danke für Ihre Zuschrift, in der Sie auf den Fehler in der Unterzeile des
Gesprächs zwischen Ursula von der Leyen und Franziska Heine „Ihnen ist egal,
was wir denken“ (DIE ZEIT Nr. 27, Seite 4) hinweisen.Natürlich streiten die beiden Damen nicht über ein Verbot von
Kinderpornographie im Internet, sondern über Stoppschilder vor
Kinderporno-Seiten im Netz, wie sich ja auch aus dem Wortlaut des Gesprächs
ergibt. Diese sinnentstellende Unterzeile ist auf ein technisches Versehen
im Produktionsablauf zurückzuführen, das wir sehr bedauern.Die Kollegen von ZEIT online haben in der Langfassung des Streitgesprächs
die richtige Unterzeile gewählt, die eigentlich auch unter der Druckfassung
hätte stehen müssen. Wir werden diesen Fehler in der nächsten Ausgabe der
ZEIT auch noch einmal ausdrücklich korrigieren.Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg,
Ihre ZEIT-Redaktion
Da
bin ich ja schon etwas beruhigt – aber sauer bin ich natürlich immer
noch (selbst wenn ich ihnen diese Darstellung durchaus glauben kann).
Der durch Unachtsamkeit (sic?) angerichtete Schaden lässt sich nicht
kompensieren. Der erste schlechte Eindruck der von Frau Heine (und den
Zensurgegnern), insbesondere bei einem oberflächlichen Leser,
hervorrgerufen wurde, lässt sich kaum korrigieren.
Ist ja die
Lieblingsmethode der Bild (der Zeit sei hier keine Methode unterstellt)
- zweifelhaft berichten und dann, ggf unter juristischem Druck, richtig
zu stellen.
PS: natürlich verzeihe ich der Zeit – bzw. versuche es … ich habe ja
schon so manche Enttäuschung ihrerseits überlebt … z.B. vor ein paar
(mehr) Jahren zwischen Abitur und Studium, als ich auf der Frankfurter
Buchmesse einen hingerotzten Vortrag von Michael Naumann hören musste
und mich das erste mal als Publikum so richtig geringgeschätzt fühlte.
Als mildernder Umstand für Herrn Naumann mag hier noch gelten, dass die
Buchmesse eine wirklich doofe Veranstaltung ist – aber hätte er nicht
einfach nicht kommen können?
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… „dummböse“ oder „bösedumm“? Zu dieser Partei fällt mir nur ein Wort ein – es ist sexistisch und abwertend, aber es muss raus: Machtschlampen!
Wenn ich Urlaub hätte würde ich mich jetzt in den Zug setzen und morgen früh zorn rot vorm Bundestags stehen.
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… und werde es heute Abend wohl auch tun: http://netzpolitik.org/2009/die-bundesregierung-hat-keine-kenntnis-will-aber-sperren/
Ich bin beeindruckt – sehr beeindruckt, daß sie sich das trauen.
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… ist es schmerzhaft eine Vergangenheit zu haben.

Ob Umstandskrämer wohl Mode für Schwangere verkaufen?
Überhaupt ist Umstandskrämer das Wort des Tages.

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Gerade zufällig wieder gesehen, dachte schon es sei ausgestorben. Ein ganz wunderbar befremdliches Wort, in der multikulturellen Gesellschaft, die den Weltenbürger als Ideal propagiert: FREMDENZIMMER – einfach super. Kein „Willkommen, fühl dich wie zuhause“, sondern ein schroffes „irgendwo musst du ja schlafen und wenn du uns auf der Straße erfrierst haben wir nicht als Ärger“ wird dem „Gast“ da entgegen geschleudert.
Wo man Fremdenzimmer anbietet möcht ich nicht zu Gast sei – und das spezielle, in dieser Weise beschriftete Gebäude war auch eine Visitenkarte für die ganze Gegend.